Narren - NEWS
ACHTUNG NARRENWARNUNG!
Am Südhang des Schwarzwaldes öffnet sich ein erhabener Blick auf das Rheintal. Der Hochrhein liegt einem in seiner ganzen Pracht zu Füßen.
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Diese Region wird nicht umsonst vom Regierungspräsidium Freiburg und der Landesregierung in Stuttgart wie ein Augapfel behütet. Findet man hier doch eines der schönsten Ferien- und Erholungsgebiete Deutschlands. Da kann kein wirtschaftliches Interesse, keine Verlockung ausländischer Banken groß genug sein, diesen Pfad der Tugend zu verlassen.
Ein freundliches und von gegenseitiger Rücksicht geprägtes Verhältnis zu den Nachbarn zeigt sich nicht zuletzt in dem selbstlosen Angebot der Schweiz, Feriengäste im Südschwarzwald, die ein Ausweich- Domizil suchen, jederzeit in ihren touristisch erschlossenen Gebieten aufzunehmen.
Für die Gäste aus dem Nachbarland ist ihnen keine Anstrengung zu groß.
Nicht genug damit, dass man sich bemüht, alle Warteräume des Luftverkehrs nach Süddeutschland zu verlegen, geht die Schweiz in ihrem Entgegenkommen sogar so weit, auch Nuklearanlagen an der Grenze in einem europaweit einzigartigen Ausmaß zu konzentrieren.
Um den Gästen, die den Südschwarzwald verlassen mussten, ein höchstmögliches Maß an Sicherheit und Komfort bieten zu können, hat man sich auch dazu durchgerungen, Gefahrgüter und Flugbenzin auf deutscher Seite von Basel nach Kloten zu transportieren. Man nimmt dafür sogar den Umweg über Schaffhausen in Kauf. Es will zwar noch niemand verbindliche Zusagen machen, aber hinter vorgehaltener Hand wird schon gemunkelt, dass ein ähnliches Vorgehen auch für Castor-Transporte zum Europaendlager Benken ermöglicht werden könnte.
Wir brauchen uns um den Tourismus im Südschwarzwald, die Arbeitsplätze und die Lebensqualität also keine Sorgen zu machen. Grundstückspreise purzeln schon jetzt munter in die Höhe und das Durchschnittseinkommen erreicht annähernd das Niveau von Stuttgart.
Unsere Regierung tut angesichts der hohen Bevölkerungsdichte und damit der vielen Wählerstimmen gut daran, unsere Interessen, vom Rheinfall bis nach Lörrach, weiterhin so vehement zu vertreten.
Seien wir froh, dass wir nicht die drängenden Probleme haben, mit denen sich Umweltschützer und Aktivisten in Stuttgart herumschlagen müssen. Wer von uns möchte schon um jahrzehntealte Kastanien bangen müssen. Aber wenn wir derartige Probleme hätten, dürften wir gewiss sein, dass sich alle Augen auf uns richten würden.
Und wenn der letzte Kastanienbaum im Stadtpark gerettet wäre, erhöben sich die Stimmen der Solidarität auch für uns.