Narren - NEWS
ACHTUNG NARRENWARNUNG!
Bild 1) Altstadt
Die alte vormals Freie Deutsche Reichsstadt Lottstetten ist nicht nur berühmt für gutes Essen und Trinken, sondern vor allem für ihre malerische mittelalterlich erhaltene Altstadt. Ein kleiner Stadtrundgang führt zum Münster, Kaufhaus, Gerberviertel und Petite Venise.
Bei der kunsthistorischen Exkursion durch die Altstadt lernen Sie bedeutende Sammlungen, mittelalterliche Bauwerke und herausragende Kunstschätze Lottstettens kennen, erfahren alles Wissenswerte über Lottstettens Gäßle, Bächle, Straßen, Plätze, Häuser und den Markt.
Bild 2) Schlossallee
Die Schlossallee mit Blick auf die Residence des Bürgermeisters.
Zur Rechten das Palais der Gemeinde- und Finanzverwaltung.
Bild 3) Kunsthaus Lottstetten
Das Lottstetter Kunsthaus beherbergt eine beachtliche Sammlung moderner Klassiker, die alle aus der Tradition Lottstettens als Künstlerkolonie den Bezug zu Lottstetten gemein haben.
Die gefällige Architektur war des Öfteren Anlass zur Nachahmung. Zuerst wäre hier ein vergleichbares Gebäude im nahegelegenen Zürich zu nennen. Bilder aus der Sammlung sehen Sie hier.
Bild 4) Weißhaardenkmal
Die Lottstetter sind seit jeher ein eiges Völkchen und lassen sich nicht gerne dreinreden. So verwundert es nicht, dass es ein Lottstetter war, der als einer der führenden Köpfe der badischen Revolution in die Geschichte der Demokratiebewegung Badens einging. Der Engelwirt Josef Weißhaar.
Ebenso wenig verwundert es, dass Lottstetten -gemessen an der Einwohnerzahl- eines der größten Kontingente an Kämpfern gegen die Obrigkeit stellte, mehr als alle anderen Dörfer in der Gegend.
Seit jener Zeit ist der Satz: „Ganz Gallien ist von den Römern besetzt, nur ein kleines Dorf im Südwesten....“ ein geflügelt Wort im Ort.
Hier einige Auszüge aus der Literatur:
„Selbstverständlich war ein derartiger Ort, noch dazu nur einen Steinwurf
von der Schweizer Grenze entfernt, ein idealer Umschlagplatz
für geistige Informationen aller Art.“
..........
„Anfang 1848 wählte ihn die etwa 50 Mann zählenden Lottstettener
Bürgerwehr zum Kommandanten. Auf der in der ersten Aprilhälfte
abgehaltenen Volksversammlung in Dettighofen wurde die Teilnahme
am geplanten Hecker-Zug beschlossen und Weißhaar zum
Oberst der aufzustellenden Klettgau-Truppe bestimmt. Die militärische
Ausbildung der Freischärler übernahmen ehemalige Soldaten
mit Exerzierübungen auf Weißhaars Feldern.„
Von besonderer Bedeutung ist die folgende Information:
„Neben der eher unzulänglichen Bewaffnung aus zumeist alten Gewehren, Pistolen,
Hellebarden und Sensen wurde ihre Bekleidung zum Charakteristikum
der Aufständischen:
Blaue oder blau gestreifte Hemden,
schwere Stiefel, breitkrempige Schlapphüte und dichte Bärte.“
Neben der Blauweißen Nacht gab es schon einmal den Versuch der „Wiießhorige“, an diese Tradition anzuknüpfen. Leider schwächelte das Traditionsbewusstsein und das revolutionäre Potential in den 70ern wohl ein wenig. Bleibt zu hoffen, dass der Lottstetter Geist nur vorübergehend verblasste und nicht gänzlich in der Geschichte versunken ist. Wer weiß......!